Herkunft und Ausbildung
Matthias Miersch studierte Rechtswissenschaft an der Universität Hannover und absolvierte 1996 ein Ergänzungsstudium an der Verwaltungshochschule Speyer. 1997 legte er das Zweite Juristische Staatsexamen ab; 1999 wurde er an der Universität Hannover in Verfassungsrecht und Rechtsgeschichte promoviert.
Er wurde am 19. Dezember 1968 in Hannover geboren und legte 1988 an der Kooperativen Gesamtschule beziehungsweise Albert-Einstein-Schule in Laatzen das Abitur ab.
Beruflicher Werdegang
Miersch ist seit Juli 1997 als Rechtsanwalt zugelassen und seit 2000 Fachanwalt für Strafrecht. Von 2000 bis 2010 war er Partner der Rechtsanwaltskanzlei Rischmüller, Pörtner und Kollegen; seit 2010 arbeitet er in Partnerschaft mit Bernzen Sonntag Rechtsanwälte.
Politischer Werdegang
Miersch gehört dem Deutschen Bundestag seit 2005 an und wurde bei den Bundestagswahlen 2005, 2009, 2013, 2017, 2021 und 2025 direkt im Wahlkreis 47 Hannover-Land II gewählt. Er ist Mitglied der SPD.
Vor seinem Einzug in den Bundestag war Miersch kommunalpolitisch tätig. Von 1991 bis 2018 gehörte er dem Rat der Stadt Laatzen an und war von 1995 bis 2005 Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion in Laatzen.
Ämter und Aufgaben im Parlament
Miersch war von 2009 bis 2017 umweltpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Von 2017 bis 2021 sowie von 2021 bis 2024 war er stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion mit Zuständigkeiten unter anderem für Umwelt, Energie, Landwirtschaft, Klimaschutz und Verbraucherschutz.
Seit Mai 2025 ist Miersch Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion. Von Oktober 2024 bis Juni 2025 war er kommissarischer Generalsekretär der SPD.
Politische Schwerpunkte
Miersch befasst sich mit Umwelt-, Klima- und Energiepolitik sowie mit Landwirtschaft, Ernährung, Verbraucherschutz und nachhaltiger Entwicklung.
Als Jurist arbeitet er außerdem zu rechtspolitischen Themen und Fragen des Verfassungsrechts.