Elisabeth Kaiser ist innerhalb eines Tages deutlich stärker ins öffentliche Interesse gerückt: Über sie erschienen 83 Presse-Erwähnungen, nachdem es in den 24 Stunden zuvor 14 gewesen waren. 17 unabhängige Geschichten trugen diese Entwicklung; eine davon machte Kaiser zur Schlagzeilenfigur.

Wahrscheinlicher Auslöser war ihr Auftritt rund um den am 30. September in Berlin vorgestellten Bericht der Ostbeauftragten zum Stand der Deutschen Einheit und ihre am 3. Oktober veröffentlichte Forderung nach einer ostdeutschen Bundespräsidentin. Die Berichte griffen dabei sowohl Kaisers Kritik an den fortbestehenden Unterschieden zwischen Ost und West als auch ihren Vorschlag für eine „kluge Frau aus Ostdeutschland“ an der Staatsspitze auf.
Bemerkenswert ist der Sprung von 14 auf 83 Erwähnungen: Kaisers Sichtbarkeit war damit innerhalb eines Tages rund sechsmal so groß wie zuvor. Das öffentliche Interesse konzentrierte sich dabei nicht auf eine einzelne Meldung, sondern auf eine Debatte über Repräsentation, Vermögen und politische Führung im vereinten Deutschland.