Boris Rhein ist innerhalb eines Tages vom Randthema zum viel beachteten Politiker geworden. Über den hessischen Ministerpräsidenten erschienen 100 Presse-Erwähnungen, 26 davon bereits in Schlagzeilen; 39 unabhängige Geschichten zeigen, dass es nicht nur um eine einzelne Meldung geht.

Wahrscheinlicher Auslöser ist Rheins Vorstoß vom 4. Oktober, der AfD im Bundestag Ausschussvorsitze zu ermöglichen. Der CDU-Politiker begründete dies in einem Interview mit dem Stern damit, dass die Partei gewählt sei; der Vorschlag löste Widerspruch aus den Unions- und Koalitionsfraktionen sowie Zustimmung aus der AfD aus. Parallel berichteten Medien über seine Forderung, den Tankrabatt bis 2027 zu verlängern, doch die Debatte über den Umgang mit der AfD prägte die Berichterstattung.
Bemerkenswert ist der Sprung von zuvor 4 auf 100 Erwähnungen in 24 Stunden – ein Vielfaches des Üblichen. Das öffentliche Interesse an Rhein wurde dabei höchstens indirekt über Suchanfragen abgebildet, konkret über die Aufrufe seiner Wikipedia-Seite.