Das öffentliche Interesse an Manfred Weber ist innerhalb eines Tages auf ein Vielfaches des Üblichen gestiegen: In den vergangenen 24 Stunden wurde der CSU-Politiker 86-mal in der Berichterstattung erwähnt, zuvor waren es 6 Erwähnungen. 34 Beiträge nannten ihn bereits in der Schlagzeile, 30 davon waren eigenständige Geschichten.

Wahrscheinlicher Auslöser ist Webers Vorstoß zur politischen „Brandmauer“ vor der CDU-Präsidiumsklausur am 11. Oktober. Der CSU-Vize und Vorsitzende der Europäischen Volkspartei bezeichnete die bisherige Abgrenzung zur AfD als gescheitert und forderte, die Formel „die oder wir“ müsse Geschichte sein; die Debatte folgte auf die jüngsten Wahlniederlagen der CDU in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin.
Bemerkenswert ist die Breite der Resonanz: Aus einer einzelnen Aussage zur künftigen Ausrichtung der Union entstand binnen 24 Stunden eine Berichterstattung, die mehr als vierzehnmal so umfangreich war wie am Vortag. Das Interesse wird dabei anhand von Suchanfragen über Wikipedia-Seitenaufrufe sichtbar.