Das öffentliche Interesse an Matthias Miersch ist deutlich gestiegen. Am jüngsten Tag wurden 4.734 Suchanfragen zu dem SPD-Fraktionsvorsitzenden registriert – rund zehnmal so viele wie im eigenen Durchschnitt der vergangenen zwei Wochen. Zugleich gab es 118 Presse-Erwähnungen in 24 Stunden; im deutschlandweiten Vergleich lag Miersch damit auf Rang sechs.

Wahrscheinlicher Auslöser war sein Auftritt am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Caren Miosga“. Dort diskutierte Miersch mit Unionsfraktionschef Thorsten Frei und FAZ-Journalistin Mona Jaeger über die Vertrauenskrise der Koalition, den Rücktritt von Bärbel Bas, geplante Reformen und die Haltung von 20 kritischen SPD-Abgeordneten. Besonders der Streit über den Vorwurf eines taktischen Umgangs mit dem Bas-Rücktritt wurde anschließend vielfach aufgegriffen.
Bemerkenswert ist, wie stark ein einzelner politischer Auftritt die Aufmerksamkeit bündelte: Das Interesse an Miersch lag an diesem Tag bei nahezu dem Zehnfachen seines üblichen Niveaus. Gemessen wird es über die Aufrufe seiner Wikipedia-Seite; zugleich machten ihn 118 Berichte zu einer der sichtbarsten deutschen Politikerfiguren des Tages.