Ilse Aigner steht im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses: Am jüngsten Tag wurden 30.451 Suchanfragen zu ihr registriert – rund fünfmal so viele wie im eigenen Durchschnitt der vergangenen zwei Wochen. Damit lag die bayerische Landtagspräsidentin in Deutschland auf Rang eins; zugleich gab es 71 Presse-Erwähnungen in 24 Stunden.

Wahrscheinlich ausgelöst wurde der Sprung durch den CSU-Parteitag in München. CSU-Chef Markus Söder warb dort erneut für Aigner als mögliche Bundespräsidentin, während Friedrich Merz sie beim Auftakt seiner Rede namentlich begrüßte und dafür großen Jubel erhielt; zur Kandidatenfrage selbst schwieg der CDU-Chef jedoch. Das öffentliche Interesse wird dabei einmalig anhand von Wikipedia-Seitenaufrufen eingeordnet.
Bemerkenswert ist, dass Aigner auch ohne eigene Rede zur prägenden Figur des Parteitags wurde. Die Debatte über ihre mögliche Kandidatur verband den Auftritt von Söder mit der ausbleibenden Festlegung von Merz – und machte sie damit zur meistgesuchten Politikerin Deutschlands.