Franziska Brantner ist innerhalb eines Tages deutlich stärker ins öffentliche Interesse gerückt. Die Grünen-Chefin wurde in den vergangenen 24 Stunden in 52 Pressegeschichten erwähnt, nachdem es im Zeitraum zuvor keine Erwähnung gegeben hatte; in keiner dieser Geschichten stand sie in der Schlagzeile. Das Interesse wurde anhand von Suchanfragen über Wikipedia-Seitenaufrufe erfasst.

Wahrscheinlich hängt der Sprung vor allem mit der zugespitzten Debatte über die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier zusammen. Brantner unterstützte im Zusammenhang mit dem Vorschlag von CSU-Chef Markus Söder für Ilse Aigner die Forderung nach einer Frau im höchsten Staatsamt; außerdem wurde sie in Berichten über Vergesellschaftungen, einen Grünen-Presseauftritt und Spekulationen über ein mögliches Comeback von Robert Habeck genannt.
Bemerkenswert ist, dass sich die 52 Erwähnungen auf sechs unabhängige Geschichten verteilen und damit ein Vielfaches des Üblichen darstellen. Der Anstieg kam nicht durch einen einzelnen großen Schlagzeilenauftritt zustande, sondern durch mehrere parallel laufende politische Debatten, in denen Brantner als Parteichefin zu unterschiedlichen Themen zitiert oder eingeordnet wurde.